
Das Wochenende brachte mal wieder reichlich Erkenntnis, die ich jetzt und hier unsortiert erbreche:
- Der Rock’n’Roll lebt.
- Es gibt sie: Die Schamhaarfrisuren.
- Auf Autobahnraststättentoiletten wird seit Einführung der Autobahnraststättenpinkelbons definitiv weniger geredet, weil die Typen vorm Urinal die Bons zwischen Ober- und Unterkiefer parken und Prostatawerbung studieren, die definitiv die Kaminwerbung abgelöst hat. In welchem psychologischen Zusammenhang das steht, müsste man mal eru(rin)ieren. Für die Damentoilettenwelt konnte ich dieses Phänomen nicht verifizieren, vermute aber Regelwerbung auf Augenhöhe.
- Betrunkene Menschen, die Schamhaarfrisuren besitzen und keine Ahnung vom Autobahnraststättenpinkelbonphänomen haben, können auch abgefüllt ein erfülltes Leben leben, nur nicht so lange. Nach Erreichen eines gewissen Füllstands erfolgt eine zwangsweise eingeleitete Blitzentleerung. Im besten Falle auf einer Toilette. Was Ihnen zwar augenblicklich Erleichterung verschafft, sie aber hinsichtlich des Autobahnraststättenpinkelbonphänomens auch nicht wirklich weiter bringt.
- Der Satz: “Was soll die ganze Scheiße?”, kann inhaltlich durchaus die Frage: “Was ist der Sinn des Lebens?” ersetzen. Allerdings bringt er eine gewisse Schärfe in das Problem und lässt durchaus auf eine ablehnende Grundhaltung in Bezug auf das Problem schließen. Darum darf es durchaus nicht verwundern, wenn die Antwort auf das Leben, das Universum und die ganze Restscheiße schlicht “Nein” lautet – gerade Montagsmorgens.
- Es gibt definitiv eine Tempotaschentuchverschwörung, deren Opfer ich bin. Erstens ist nie eins da, wenn ich eines brauche, und zweitens schmuggeln sie sich in meine Hosentaschen, und zwar exakt nach der Kontrolle vor dem Verbringen ins Vormwaschmaschinenwartebehältnis und vor dem eigentlichen Waschgang. Beim Waschgang praktizieren sie dann Zellteilung und vermehren sich. Ich kann es nicht beweisen, noch nicht, aber es ist so. Wie sie auf diese Art und Weise die Weltherrschaft erringen wollen, ist mir zwar schleierhaft, aber das ist mir die Steuererklärung auch, und die existiert auch.
- Rock’n'Roller mit Schamhaarfrisuren, die das Autobahnraststättenpinkelbonphänomen mit der großen Tempotaschentuchverschwörung in Beziehung bringen, müssen nicht zwangsläufig ein abgefülltes Leben führen, aber es würde sich anbieten.
- Minigolf ist auch eine tolle Freizeitbeschäftigung.
Ähnlichkeiten mit lebenden Personen, oder solchen, die das als Grundlage ihrer Existenz vermuten, und, die ich am Wochenende getroffen habe, sind hoffentlich zufällig.

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Egal was du genommen hast: nimm weniger
15.06.2009 @ 10:15
Die Zeile mit den Tempotaschentüchern,kommt mir doch sehr bekannt vor.Wie gut daß der Trockner die zellteilenden Tempos ins Flusensieb schleuderte.
15.06.2009 @ 11:40
Da versuchen sich Massen intelligenter Köpfe und auch verschiedene Scharlatane an der Erfindung des “Perpetuum Mobile”, das es nach heutigem Stand der Wissenschaft eigentlich nicht geben darf und siehe da:
Auf der Reise zum Rock – wobei hiermit nicht der weibliche Bekleidungsumhängestoff gemeint war – da ist es dann doch entdeckt worden, das Mobile.
Das Blasenentleeren gleich wieder rückgängig zu machen mit dem über das Autobahnraststättenpinkelbonphänomen gesteuerte 50 Cent-Gutschein-Kaffe-Trinken – ja ein “Perpetuum Mobile”!
An die flüssige Form hatte halt bisher noch niemand gedacht!
15.06.2009 @ 11:45