
Wald ist Welt - auch über Oberhausen an der Nahe; jo jmatic, 2009
Ich liebe das Netz für solche Artikel:
DER HERBSTZEITLOSE – Die Geschichte von einem der auszog, um die Bäume lieben zu lernen.
Oh ja, der Baum, er ist überall. Er ist unser ältester Gefährte, und wäre ich geschichtsorientiert oder fanatisch oder beides gar, dann würde ich aufschreien und einfordern: «Es gibt die Steinzeit, die Bronzezeit, die Eisenzeit — schreibt die Geschichtsbücher um: Gebt uns endlich eine offizielle Baumzeit.» Denn was wären wir ohne den Baum.
Ein Artikel über den Wald und die Bäume. Über einen, der die Bäume neu entdeckt. Über einen Forstingenieur, der den Standort eines alten Baums geheim hält, damit kein “Baumtourismus” entsteht. Der Autor, der den Baum dann doch besuchen darf, um das Versprechen herum, den Standort nicht zu verraten, bezeichnet die Karte, auf der er den Weg zum Baum eingezeichnet hat, als Schatzkarte. Das ist fantastisch. Das ist wohltuend. Ich beneide den Autor um das Erlebnis, neben dem alten Knacker gesessen zu haben.
Der alte Baum, von dem die Rede ist, ist der älteste Baum der Schweiz und es ist “der alte Knacker”:
Es gibt vielleicht im ganzen Alpenraum kein älteres Wesen.
Es geht in der Folge auch noch um den “Gesang der Bäume”, aber ich will nicht mehr verraten. Ich empfehle diesen Artikel von Max Küng zur ruhigen Lektüre.
Mir fällt dabei ein Buch ein, welches ich vor Urzeiten gelesen habe: Das Wort für Welt ist Wald.
PS: “Bryologe” zu sein, stelle ich mir gerade als eine der kontemplativsten Tätigkeiten dieser Welt vor.

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