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Alexandra will kein Geld von mir

Bänkerdänke von jo jmatic, 2009

Ich habe elektronische Post von Alexandra erhalten:

Hallo,
frohes Neues Jahr!
Mein Name ist Alexandra, und ich arbeite in einer Bank.
Zu Neujahr darf ich einen speziellen Bonus an Freunde und Bekannte verschenken. Da ich nicht so viele Freunde habe, möchte ich Dich daran teilhaben lassen.
Bis zu 3.000 Euro liegen hier für Dich bereit: http://www.NeujahrzBohnuz.com/
Deine Vorteile:
+ 3000 Euro sofort,
+ keine Abzocke – ich will kein Geld von Dir,
+ Geld sofort abholbar.
Liebe Grüße,
Alexandra

Natürlich werde ich sie beantworten:

Liebe Alexandra,
Du hast nicht viele Freunde, sagst Du. Das ist auch kein Wunder, Mädel! Denn wenn Du in einer Bank arbeitest und nur jeweils 3000 Euro Bonus dort abzockst, heißt das nämlich, dass Du blöd wie ein stromloser Elektrozaun bist, und Deine Masche so effektiv und neu, wie der Spickzettel in der Handfläche bei der Oberstufenklausur in Deutsch.

Deine Bosse zocken im Gegensatz zu Dir Millionen ab, und das nicht nur von ihren Kunden. Nein, auch von völlig fremden Bananenbankhirnen und von Vater Staat.

Deine Bosse schreiben auch keine dämlichen Emails, sondern geben ganz öffentlich Interviews und locken die Leute so in ihre Geldgräber.

Das, was Du Bonus nennst, nennt Dein Boss mikromini-nur-unterm-Rasterelektronenmikroskop-erkennbares Peanut-Atom.

Zu meinen Vorteilen, wie Du sie nennst:

[weiter nach dem Klick.]

Die Schlacht um’s Web 2.0

Worldwide Internet-War I

“Zieht Euch zurück, Sol-Daten!” rief General Schutzrecht. Die Schlacht am Ufer des Breitbandstroms verlief verheerend, denn obwohl seine Sol-Daten in scheinbar endlosen Schlangen ins Digi-Tal drängten, waren sie doch offensichtlich den übermächtig erscheinenden Spidern, Bots und Daten-Händlern des Marschall Daten Schieber hoffnungslos ausgeliefert.

Abgelenkt von Informations-Jongleuren, waren sie der fiesen Wirkung des Daten-Klaus und dem von den Daten-Händlern eingesetzten Schindluder, offensichtlich schutzlos ausgeliefert. Die von der eigenen Behörden-Artillerie verschossenen Widersprüche waren schlecht gezielt und trafen die Privatsphären der eigenen Truppen, die daraufhin völlig verwirrt, ohne Schutz und geblendet ihr Ziel aus den Augen verloren und durch den Datenraum irrten.

Apathisch und ohne weiteren schützenswerte Inhalte zurückgelassen endeten die Sol-Daten als verspamte Leerhüllen in der Hölle der Person-Al-Daten. Die Schlacht um’s Web 2.0 schien verloren.

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