Ich hab’ ja so mein Problem mit der Urinal-Werbung. Auf einer Autobahn-Toilette mußte ich dieser Tage feststellen, dass wir in die nächste Eskalationsstufe eingetreten sind: Über den Urinalen hing jetzt nämlich nicht mehr die Werbung für den Kaminofen “Heiße Glut”, sondern … die BILD.
Ja, auch ich war entsetzt. Das geht zu weit. Mal abgesehen von den (siehe Link oben) fehlenden Multitaskingfähigkeiten des Mannes, die ein studieren der BILD-Schlagzeile bei gleichzeitiger Harnabführung schlicht unmöglich machen, ist es doch gänzlich unerträglich, daß jetzt tatsächlich das Mädel von Seite 3, uns Männern beim Pinkeln zuschaut. Ich wußte es würde schlimmer kommen.
Menschenkinder, Ihr Urinal-Werber, denkt doch auch mal an die Putzkräfte, wenn die Männer nicht treffen, weil sie lesetechnisch überfordert werden. Sogar in der Wikipedia ist nachzulesen:
Bisweilen werden in Urinalen “Zielhilfen” angebracht. Solche Markierungen werden entweder bei der Produktion mit in die Keramik eingebrannt oder es werden nachträglich spezielle oder improvisierte Aufkleber angebracht. Häufig hat die Markierung das Aussehen einer Fliege. Eingesetzt wird dieser Trick, der den Reinigungsaufwand signifikant verringern soll, beispielsweise in den “WC-Centern” der Deutschen Bahn, auf dem Flughafen Schiphol in Amsterdam oder in Szenekneipen.
Ja, da schaut Ihr, Ihr Urinal-Werber! Doch die Lösung ist einfach: Klebt die BILD einfach in die Urinale.
Schöne Urinale gibt’s übrigens hier, bei Clark Sorensen.
[mehr, weil warum]
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