Man lernt ja einfach nie aus. Heute habe ich gelernt, dass es “Minderbepimmelte” und “Lichtpimmelschwerter” gibt. Diese schönen Wortneuschöpfungen kann man hier nachlesen: Marco Dettweiler, “seriöser Journalist”. Wer etwas Zeit übrig hat und mal nachlesen möchte, der wird sich köstlich amüsieren oder den Kopf verständnislos schütteln, oder beides. Ich weiß es nicht. Da streiten sich zwei Menschen, um den Satz: “Die Welt ist eine Google.” Also, so: “Wer hat’s erfunden?” “Die Schweizer.” “Nein, ich war’s.” “Na und, kann doch jeder.” “Nönönönönö.” “Ich piss Dir ins Blog.” “Und ich sag’s Tante Google.” Also, so etwa. Jedenfalls streiten sie, oder stritten angelegentlich um … eigentlich nichts. Aber vielleicht macht gerade das die Sache so spannend, denn wo könnte man mehr aufbauschen und imaginieren als im Nichts? Und was zieht mehr Blicke im Netz auf sich als das zu füllende assoziative Vakuum? Nichts. Richtig. Für uns ist das ja ein Glücksfall, denn im großen Gewalle um des Kaisers neue Kleider tauchen dann, quasi aus dem Nichts, diese schönen Wort- und Satzperlen, wie zum Beispiel die oben angeführten, auf. Da kann man dann auch plötzlich lernen, dass es eine “eingeschränkte Google-Version mit Stützrädern” zu geben scheint und auch den Google-Pranger. Ich habe auch gelernt, dass es “Premium Seriöse Journalisten” gibt. Ob das eine Beleidigung ist entzieht sich meiner Kenntnis. Auch echt spannend fand ich den Einwurf, ob die Frage gar nicht mal mehr lautet: “Wer war zuerst da? Huhn oder Ei?”, sondern: “Wer war zuerst in Google? Huhn oder Ei? Das ist sogar doppelt spannend, weil die Erde, wie uns der Dr. Euterschwenk in einem Kommentar des Blogeintrags nochmal ins Gedächtnis ruft, gar keine Kugel ist, jedenfalls keine exakte, und somit auch keine “Google” sein kann. Da trifft er das Ei mit dem Kopf und wir schneiden uns eine Scheibe vom verbleibenden Nichts ab.

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