Unser Wesen ist Veränderung und Streben. Ist es wirklich die böse Beinfessel der christlichen Religion, die uns solche Angst vor der Natur einpflanzt? Ich vermute so.
Ich habe in jo$ C@fé zur Idee, das Internet für den Friedensnobelpreis vorzuschlagen geschrieben. Ich finde diesen Vorschlag sehr inspirierend, unabhängig von seiner Realitätstauglichkeit. Beschäftigt man sich mit dieser Idee ändert man die Sichtweise auf das Netz. Spannende Sache, das, weil neu, weil verändernd.
Wobei wir schon wieder beim Problem wären: Veränderung.
Frau Passig hat dazu einen beachtenswerten Artikel geschrieben. Ich empfehle ihn zur geruhsamen Lektüre:
Wer darauf besteht, zeitlebens an der in jungen Jahren gebildeten Vorstellung von der Welt festzuhalten, entwickelt das geistige Äquivalent zu einer Drüberkämmer-Frisur: Was für einen selbst noch fast genau wie früher aussieht, sind für die Umstehenden drei über die Glatze gelegte Haare. So lange wir uns nicht wie im Film Men in Black blitzdingsen lassen können, müssen wir uns immer wieder der mühsamen Aufgabe des Verlernens stellen. Mit etwas Glück hat der Staat ein Einsehen und bietet in Zukunft Erwachsenenbildungsmaßnahmen an, in denen man hinderlich gewordenes Wissen – sagen wir: über Bibliotheken, Schreibmaschinen, Verlage oder das Fernsehen – ablegen kann.
Folgenden Satz (sinngemäß) aus dem Artikel finde ich auch sehr reflektierenswert:
Der Mensch hat einen
H
a
n
g
zum
Ü
b
e
r
ge
ne
ra
li
sie
ren
auf der Basis
eigener Erfahrungen.

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