Ich will doch Arzt werden. Die können sich so schöne Verdrehungen leisten: Ein negativer Befund ist einer, bei dem es in Ermangelung eines Mangels nichts zu diagnostizieren gibt.
Ein negativer Lebensbefund ist dann so gesehen das Beste was einem passieren kann: Mangelt es an Schmerz, leben wir in der Schmerzlosigeit, das heißt, es gibt nix zu fühlen. Drum spürt man auch die Sorge, aber nicht die Sorglosigkeit und die Krankheit, nicht die Gesundheit. Heißt das also, je besser es uns geht, desto weniger spüren und fühlen wir?
Wär’ das dann am Ende doch ein positiver Befund, wenn wir zum Arzt gehen und sagen:
“Herr Doktor, irgendwas stimmt nicht mit mir. Mir geht es so gut, dass ich nichts mehr spüre. Da ist doch was faul.”
“Stimmt, ich kann nichts entdecken, aber bezüglich Ihrer Gefühllosigkeit einen positiven Befund ausstellen.”
“Na, das wirkt sich jetzt aber negativ auf meine Befindlichkeit aus.”
“Fühlen sie sich jetzt nicht gut?”
“Nein.”
“Sie sind geheilt.”
“Danke.”
Ich geh’ dann jetzt mal ins Bett.
t-tags: Mangel, Medizin, Satire
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*gg*
Gute Nacht!
24.10.2006 @ 23:37
Trum schn von der Sorglosigkeit
in Ermangelung eines Mangels.
25.10.2006 @ 18:50