Montag von jo jmatic, 2008

Ich wollte heute etwas zu Berlin, Religion, Ethik und zur glücklicherweise unfassbaren Leichtigkeit des Neins schreiben, aber dieser Telepolis-Artikel: “Gott stimmt für Wowereit” von Rüdiger Suchsland nimmt mir die Arbeit ab. Ich stimme bis auf die Passage mit dem schönen Passus “die Religionslehrer aus oberflächlich aufgeklärten Pfaffen” fast zu 100% zu.

Ich würde diese Leute nämlich nicht auf die Zukunft unserer Werte unter staatlichen Dächern loslassen. In einem aufgeklärten, säkularen Staat soll Kirche endlich mal was für ihre Existenz leisten, und zwar in den eigenen folterszenenbehängten Le(e)hranstalten. Es wurde genug an unserer Zukunft auf unsere Kosten herummissioniert.

Ethikunterricht braucht – wie aller Unterricht – “auf höchstem Niveau ausgebildete Ethiklehrer”. Dort kriegt dann unsere Zukunft genügend Wissen über Religion vermittelt.

Die unfassbare Leichtigkeit, mit der man mehrere tausend Jahre ethischer Entwicklung zusammenfassen kann ist beeindruckend: “Das gegenseitige Verständnis in einer pluralen Gesellschaft wird besser, wenn alle Teile der Klasse zu einem gemeinsamen Ethikunterricht gehen.” Amen, Herr und Frau Missionar.

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