
↑Die ‘Weisser Bär’-Maschine von jo jmatic, 2009; via Ipernity
Für’s Wochenende hätte ich ein kleines Spiel anzubieten. Die Regeln des Spiels sind einfach: Schließt die Augen und denkt woran Ihr gerade denken wollt, nur nicht an einen weissen Bären. Ihr dürft eine Minute lang nicht an den weissen Bären denken.
Alles Klar? Na, dann los. Die Zeit läuft …
Wie? Hat nicht geklappt?
Hat es eventuell so ähnlich nicht funktioniert, wie im Bett liegen und einschlafen wollen, aber es einfach nicht können?
Die Wissenschaft nennt dieses Phänomen Metakognition. Im Falle unseres kleinen Spiels also der ironische Kurzschluss, dass genau das Ziel unserer Gedanken, an etwas nicht zu denken, per Gedanken sofort von uns überprüft wird, in dem wir daran denken.
Böses Spiel. Böses kleines Spiel.
Es ist also das Wissen um das eigene Wissen. Oder anders ausgedrückt: Der Gedanke kreist um den Gedanken. Philosophisch gesprochen: die Selbsterkenntnis.
Kurioserweise ist es sogar so, dass wir genau dieses Spiel andauernd betreiben. Der Mensch reflektiert ständig das, was er gerade denkt, das er denkt, worüber er denkt, was er denkt … Teufel auch …
Jaja, das ist ein rechter Dämon, das Bewusstsein. Da kann man nur, je nach Gusto, seinem Schöpfer danken oder die Evolution beglückwünschen, dass sie dem Chefprimaten auf diesem Planeten das Unterbewusstsein zur Verfügung stellt, damit es das zuweilen völlig überlastete und in teuflischen Spiralen gefangene Bewusstsein entlastet:
“Alles ist gut. Der Mensch ist unglücklich, weil er nicht weiß, dass er glücklich ist. Nur deshalb. Das ist alles, alles! Wer das erkennt, der wird gleich glücklich sein, sofort im selben Augenblick.” – Die Dämonen, Dostojewski
Na, jetzt aber ab ins Wochenende … und dass mir keiner über die nächste Arbeitswoche nachdenkt.
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↑Topfilm des Jahres: ‘Der notleidende Bänker in der Finanzblase’
von jo jmatic, 2008; via Ipernity
Ich war meiner Zeit voraus. Warum? Ich schrobte vor langer Zeit den Montagsdemoanfall. Ich darf mich mal selber daraus zitieren, wenn es schon sonst keiner macht:
“Notleidende Banken”!? N-o-t-l-e-i-d-e-n-d …!?
Ich erwähne das deshalb, weil «Notleidende Banken» ist Unwort des Jahres geworden.
Das Unwort des Jahres 2008 ist «notleidende Banken». Eine unabhängige Jury aus Sprachwissenschaftlern und Journalisten habe den Begriff aus 1.129 Vorschlägen ausgewählt, sagte Jury-Sprecher Horst Dieter Schlosser in Frankfurt am Main. Der Begriff «Notleidende Banken» stelle das Verhältnis von Ursachen und Folgen der Weltwirtschaftskrise rundweg auf den Kopf, erklärte Schlosser zur Begründung.
“Auf den Kopf gestellt” ist da ja wohl noch geschmeichelt. Ich krieg’ schon wieder Pickel, Pusteln und Schnappatmung. Nchrrrr … «Notleidende Banken», das ist ja wie, «schüchterne Playboys», wie «vegetarische Krokodile», wie «friedfertige Terroristen», oder wie «kurzfristige Staatskredite», äh … Nchrrrr …
Da ist ein Wort der Warnung angebracht:
Liebe Kinder, der «notleidende Bänker» ist ein Geschöpf der Gattung Parasit. Er lockt Euch mit Versprechungen und sanften Worten in seine Behausung, die Finanzblase, und saugt Euch dort dann langsam aus. Hat er genug aus Euch herausgepresst, rennt er damit sofort zum nächsten Parkett und spekuliert unter lautem Wehklagen, dass die Schwarte kracht. Leider wurde seine Art schon frühzeitig zum Kulturfolger und von uns unter Naturschutz gestellt. Da sie offensichtlich keine natürlichen Feinde mehr haben, können sie sich hemmungslos vermehren.
Das ist eine Situation, die uns vor große Probleme stellt und eine der Herausforderungen dieses Jahrhunderts sein wird. Wir brauchen dafür visionäre Politiker, äh … Nchrrrr …
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↑Kopieriginal von jo jmatic, 2008; via Ipernity
Originale Gedanken zu Kopien:
Einzigartigkeit ist kopierbar.
Einzig Artigkeit ist kopierbar.
Einzig Artigkeit ist kopierbar.
Kopien werden mit der Zeit Originale.
Kopiergier wird mit der Zeit origieranal.
Originale sind einzigartige Kopien.
Kopien korrigieren einzigartig Originale.
Kopierbare Originale sorgen für neue Originale.
PS: An der Kopier-Bar tranken wir immer das Gleiche: Origin-Ale.
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Der Stausee ist in Woche #3 wieder Thema bei mir, weil’s halt so ein tolles Naturerlebnis direkt vor der Haustür ist. Und ja, der Titel ist ziemlich lang, aber “Der Herr der Ringe – Die Gefährten” war schon vergeben; und nein, “Die Nahe” von jo jmatic klingt als Titel nicht halb so gut wie “Die Moldau” von Smetana.
jo jmatic – ↑Woche #3:
‘StauseeSchlittSchuhSalsa’ oder ‘der Einminutentanz’ including ‘TagHallo’ und ‘BrückenWoah’
[Video nach dem Klick.]
Alle weiteren Informationen zum Projekt hier: 52MALDU – 2009
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Hatte völlig vergessen meinen Minutenfilm zu Woche #2 im Projekt 52MALDU 2009 hier rein zu setzen. Also, bitteschön:
↑52MAL – Woche #2 – ‘alles wie gewohnt – unscharf’
[Video nach dem Klick]
Holla, ich muss Woche #3 ja noch machen …
Desweiteren vermelde ich, dass mich die 1&1-Datenbank, die hinter diesem Blog noch werkelt tödlich nervt. Ich werde das ändern.
Ansonsten gilt, wie immer: futab
futab = Feet up, take a break

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↑im Fluss von jo jmatic via Ipernity
Habe gestern auf dem zugefrorenen Stausee den Gefrierpunkt gefunden. Habe ihn auf frischer Tat ertappt. Er beugte sich noch über das erstarrte Fließkomma. Hatte es offensichtlich gerade eiskalt abserviert.
Verpasste ihm mit einer Kanne Glühwein eine Frostbeule. Glücklicherweise hat der Spion, der aus der Kälte kam sofort die Polizei alarmiert.
Meinten die, wir wären da in eine heiße Sache reingeschlittert, weil die Satzzeichen-Mafia einen großen Einbruch plane, die Behörden sich aber beweistechnisch noch auf dünnem Eis bewegt hätten.
Am Nachmittag in Wohnung Wärmedecken und Eisdielen eingebaut. Zum Abendessen Scholle und Eistee.
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