Archives for Januar 2009

Einzelpräsidentenrückgabe oder “Die Schuhe waren zu groß, Herr Bush.”

↑Einzelpräsidentenrückgabe oder
↑Einzelpräsidentenrückgabe oder ‘Die Schuhe waren zu groß, Herr Bush.’
von jo jmatic, 2008; via Ipernity

Eine Nachbetrachtung aus kurzer Distanz.

Mit Schuhen nach Präsidenten werfen ist nicht erlaubt. Gut, der durchschnittlich informierte irakische Journalist weiß das im Allgemeinen. Darum darf man auch annehmen, dass der Herr Muntasser al-Saidi damit gerechnet hat, dass es mächtig Ärger gibt, wenn er mit seinem Schuhwerk nach dem damaligen amerikanischen Präsidenten George W. Bush wirft. Der konnte den Schuhen, wie man weiß, durchaus geschickt ausweichen. Soviel Bewegungsfähigkeit und richtige Reflexe hätte man ihm in anderen Dingen gewünscht.

Jetzt sitzt er im Gefängnis, der Herr al-Saidi, nicht der Herr Ex-Präsident Bush. Der ist im “Mülleimer der Geschichte”, sagt der Herr Ahmadinedschad. Ob der das so gut weiß, weil er da regelmäßig selber reinschaut? Ich weiß es nicht.

Jedenfalls kriegt der Herr Bush dort bestimmt auch kein Denkmal gesetzt, wie der Herr al-Saidi in Tikrit, der Heimatstadt des Ex-Diktators S. Hussein: Iraker enthüllen Skulptur für ‘Schuhwerfer’. Außerdem hat der Herr al-Saidi jetzt auch einen schönen Titel: “Der Schuhwerfer von Bagdad”. Das klingt doch nach Tausendundeinernacht, oder?

Sind die nicht witzig, diese Iraker? Ein Riesenschuh als Denkmal. Das hat was. Ob die auch regelmäßig Monty Pythons Flying Circus angeschaut haben? Man könnte es fast annehmen. Das ist mal rabenschwarzer Humor. Den muss man erstmal kultivieren – in so einer Lage.

Hoffentlich ist der Mülleimer der Geschichte recht tief, auch wegen dem Herrn Ahmadinedschad, wenn der denn dann auch irgendwann mal dort entsorgt wird. Sollten die dort drin dann keine Mülltrennung haben …

Zurück zum Konsumenten:
[tiefschürfend und schuhphilosophisch Geschriebenes nach dem Klick]

↑52MAL – Woche #4: “Für Herrn Obama und uns alle”

In dieser vergangenen Woche #4 war der Herr Obama irgendwie nicht zu übersehen. Allgegenwärtig und omnipräsent. Jetzt ist er also Präsident und Hoffnungsträger … Ich möchte nicht in seiner Haut stecken.
Nehmen wir ihn als Symbol, unsere Hoffnugen als Ziel und lauschen den “zwei Schwestern”:
jo jmatic – ↑Woche #4:
↑52MAL – Woche #4: “Für Herrn [...]

Der weisse Bär

↑Die 'Weisser Bär'-Maschine von jo jmatic, 2009; via Ipernity
↑Die ‘Weisser Bär’-Maschine von jo jmatic, 2009; via Ipernity

Für’s Wochenende hätte ich ein kleines Spiel anzubieten. Die Regeln des Spiels sind einfach: Schließt die Augen und denkt woran Ihr gerade denken wollt, nur nicht an einen weissen Bären. Ihr dürft eine Minute lang nicht an den weissen Bären denken.

Alles Klar? Na, dann los. Die Zeit läuft …

Wie? Hat nicht geklappt?

Hat es eventuell so ähnlich nicht funktioniert, wie im Bett liegen und einschlafen wollen, aber es einfach nicht können?

Die Wissenschaft nennt dieses Phänomen Metakognition. Im Falle unseres kleinen Spiels also der ironische Kurzschluss, dass genau das Ziel unserer Gedanken, an etwas nicht zu denken, per Gedanken sofort von uns überprüft wird, in dem wir daran denken.
Böses Spiel. Böses kleines Spiel.

Es ist also das Wissen um das eigene Wissen. Oder anders ausgedrückt: Der Gedanke kreist um den Gedanken. Philosophisch gesprochen: die Selbsterkenntnis.

Kurioserweise ist es sogar so, dass wir genau dieses Spiel andauernd betreiben. Der Mensch reflektiert ständig das, was er gerade denkt, das er denkt, worüber er denkt, was er denkt … Teufel auch …

Jaja, das ist ein rechter Dämon, das Bewusstsein. Da kann man nur, je nach Gusto, seinem Schöpfer danken oder die Evolution beglückwünschen, dass sie dem Chefprimaten auf diesem Planeten das Unterbewusstsein zur Verfügung stellt, damit es das zuweilen völlig überlastete und in teuflischen Spiralen gefangene Bewusstsein entlastet:

“Alles ist gut. Der Mensch ist unglücklich, weil er nicht weiß, dass er glücklich ist. Nur deshalb. Das ist alles, alles! Wer das erkennt, der wird gleich glücklich sein, sofort im selben Augenblick.” – Die Dämonen, Dostojewski

Na, jetzt aber ab ins Wochenende … und dass mir keiner über die nächste Arbeitswoche nachdenkt.

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Der notleidende Bänker in der Finanzblase

↑Topfilm des Jahres:
↑Topfilm des Jahres: ‘Der notleidende Bänker in der Finanzblase’
von jo jmatic, 2008; via Ipernity

Ich war meiner Zeit voraus. Warum? Ich schrobte vor langer Zeit den Montagsdemoanfall. Ich darf mich mal selber daraus zitieren, wenn es schon sonst keiner macht:

“Notleidende Banken”!? N-o-t-l-e-i-d-e-n-d …!?

Ich erwähne das deshalb, weil «Notleidende Banken» ist Unwort des Jahres geworden.

Das Unwort des Jahres 2008 ist «notleidende Banken». Eine unabhängige Jury aus Sprachwissenschaftlern und Journalisten habe den Begriff aus 1.129 Vorschlägen ausgewählt, sagte Jury-Sprecher Horst Dieter Schlosser in Frankfurt am Main. Der Begriff «Notleidende Banken» stelle das Verhältnis von Ursachen und Folgen der Weltwirtschaftskrise rundweg auf den Kopf, erklärte Schlosser zur Begründung.

“Auf den Kopf gestellt” ist da ja wohl noch geschmeichelt. Ich krieg’ schon wieder Pickel, Pusteln und Schnappatmung. Nchrrrr … «Notleidende Banken», das ist ja wie, «schüchterne Playboys», wie «vegetarische Krokodile», wie «friedfertige Terroristen», oder wie «kurzfristige Staatskredite», äh … Nchrrrr …

Da ist ein Wort der Warnung angebracht:
Liebe Kinder, der «notleidende Bänker» ist ein Geschöpf der Gattung Parasit. Er lockt Euch mit Versprechungen und sanften Worten in seine Behausung, die Finanzblase, und saugt Euch dort dann langsam aus. Hat er genug aus Euch herausgepresst, rennt er damit sofort zum nächsten Parkett und spekuliert unter lautem Wehklagen, dass die Schwarte kracht. Leider wurde seine Art schon frühzeitig zum Kulturfolger und von uns unter Naturschutz gestellt. Da sie offensichtlich keine natürlichen Feinde mehr haben, können sie sich hemmungslos vermehren.

Das ist eine Situation, die uns vor große Probleme stellt und eine der Herausforderungen dieses Jahrhunderts sein wird. Wir brauchen dafür visionäre Politiker, äh … Nchrrrr …

Kopieriginal

Kopieriginal von jo jmatic, 2008; via Ipernity
↑Kopieriginal von jo jmatic, 2008; via Ipernity

Originale Gedanken zu Kopien:

Einzigartigkeit ist kopierbar.
Einzig Artigkeit ist kopierbar.
Einzig Artigkeit ist kopierbar.
Kopien werden mit der Zeit Originale.
Kopiergier wird mit der Zeit origieranal.
Originale sind einzigartige Kopien.
Kopien korrigieren einzigartig Originale.
Kopierbare Originale sorgen für neue Originale.

PS: An der Kopier-Bar tranken wir immer das Gleiche: Origin-Ale.

StauseeSchlittSchuhSalsa, including ‘TagHallo’ und ‘BrückenWoah’

52MALDU'09

Der Stausee ist in Woche #3 wieder Thema bei mir, weil’s halt so ein tolles Naturerlebnis direkt vor der Haustür ist. Und ja, der Titel ist ziemlich lang, aber “Der Herr der Ringe – Die Gefährten” war schon vergeben; und nein, “Die Nahe” von jo jmatic klingt als Titel nicht halb so gut wie “Die Moldau” von Smetana.

jo jmatic – ↑Woche #3:
‘StauseeSchlittSchuhSalsa’ oder ‘der Einminutentanz’ including ‘TagHallo’ und ‘BrückenWoah’

[Video nach dem Klick.]

Alle weiteren Informationen zum Projekt hier: 52MALDU – 2009

alles wie gewohnt – unscharf

Durchblick von jo jmatic, 2008; via Ipernity

Hatte völlig vergessen meinen Minutenfilm zu Woche #2 im Projekt 52MALDU 2009 hier rein zu setzen. Also, bitteschön:

↑52MAL – Woche #2 – ‘alles wie gewohnt – unscharf’

[Video nach dem Klick]

Holla, ich muss Woche #3 ja noch machen …

Desweiteren vermelde ich, dass mich die 1&1-Datenbank, die hinter diesem Blog noch werkelt tödlich nervt. Ich werde das ändern.

Ansonsten gilt, wie immer: futab

futab = Feet up, take a break

Feed up, take a break

Gefrierpunkt killt Fließkomma


↑im Fluss von jo jmatic via Ipernity

Habe gestern auf dem zugefrorenen Stausee den Gefrierpunkt gefunden. Habe ihn auf frischer Tat ertappt. Er beugte sich noch über das erstarrte Fließkomma. Hatte es offensichtlich gerade eiskalt abserviert.

Verpasste ihm mit einer Kanne Glühwein eine Frostbeule. Glücklicherweise hat der Spion, der aus der Kälte kam sofort die Polizei alarmiert.

Meinten die, wir wären da in eine heiße Sache reingeschlittert, weil die Satzzeichen-Mafia einen großen Einbruch plane, die Behörden sich aber beweistechnisch noch auf dünnem Eis bewegt hätten.

Am Nachmittag in Wohnung Wärmedecken und Eisdielen eingebaut. Zum Abendessen Scholle und Eistee.